Mathematischer Hintergrund:
Z ist das Zentrum einer Zentrischen
Streckung, die P auf P' abbildet. Der aktuelle Streckungsfaktor k wird
im Term-Werte - Fenster angezeigt. Durch Bewegen des Punktes H2 kann jeder
beliebige Wert für k eingestellt werden. Da auch negative Werte für
k möglich sind, kann in der Termwertberechnung nicht mit Streckenverhältnissen
gearbeitet werden.
Im untenstehenden Bild ist die Konstruktion
von P' folgender Maßen realisiert:
P' ist der Schnittpunkt der Geraden
ZP mit der Parallelen zu H1'P durch H2'. Dabei sind die Punkte H1' und
H2' gelotete Punkte.
Entwicklung der Formel zur Berechnung
von k
|

Im Dreieck ZHH1 gilt:

Im Dreieck ZHH2 gilt:

Damit folgt:

|
 |
|
|
Zusätzliche Konstruktionselemente,
die anschließend verborgen werden.
- Z.B. die
Gerade auf der die Hilfselemente H, H1 und H2 liegen,
- die Parallele zu dieser Geraden durch
Z, sowie die beiden geloteten Punkte H1' und H2'.
|
|
Anwendungsbeispiel:
Einführung der Zentrischen Streckung
anhand einer Experimentieranordnung
|
In nebenstehendem Bild sehen Sie einen
variablen Punkt Z, eine variables Dreieck PQR, dessen Bild Dreieck P'Q'R'
sowie das Zugelement.
|
 |
- Durch die Möglichkeit des Messens
von Streckenlängen und der Termwertberechnung kann ebenso der Zusammenhang
zwischen den Flächeninhalten der Ur- und Bildfigur experimentell ermittelt
werden.
Durch die Variationsmöglichkeiten kann die einmal gefundene Vermutung
an vielen neuen Beispielen erhärtet werden.
- Die Term-Werte - Anzeige zeigt unter
1. Term : den aktuellen Wert für k und
2. Term : das Verhältnis des Flächeninhalts der Bildfigur zu
dem der Urfigur
|
 |
|
Zwei Makros, die die Erstellung von
Experimentieranordnungen erleichtern, werden im folgenden vorgestellt
1. Makro 'k-Konstrukt'
Dieses Makro stellt Ihnen eine Konstruktion
zur Verfügung, mit der Sie den Streckungsfaktor k bei einer Zentrischen
Streckung in der Termwertanzeige ermitteln können.
Zeichnen Sie dazu zwei beliebige Punkte
Z und P in ein neues Arbeitsblatt und aktivieren Sie die Anzeige des Koordinatensystems.
Legen Sie mit 'Punkt auf einer Linie' einen Punkt ZE auf die x-Achse.
(vgl. Bild 10.1)
|
 |
Eingabeobjekte:
1. Urpunkt P
2. Zentrum Z
3. x-Achse
4. Punkt ZE
Bild 10.1
|
|

Bild 10.2
|
Ausgabeobjekte:
1. Bildpunkt P'
2. Hilfspunkte H1' und H2'
3. Winkelbogen, der zur Berechnung
notwendigen Winkel.
Mit Hilfe der Winkelmessung können
die beiden Winkel bemaßt werden.
Mit Hilfe der Termwertberechnung kann
der Streckungsfaktor k berechnet werden. (vgl. obige k - Berechnung)
|
Anschließend können
nicht mehr benötigte Objekte verborgen werden. (vgl. Bild 11.1)
|
|
Bild
11.1
|
|
2. Makro 'ZentrStr mit
k-Konstrukt'
Der Anwendung des Makros muss das Makro
'k-Konstrukt' vorausgehen.
|
Bild
11.2 |
Eingabeobjekte:
1. Urpunkt P
2. Zentrum Z
3. Hilfspunkt H1' und H2' (Parallele
zur x-Achse)
Ausgabeobjekt:
Bildpunkt P'
|
Mit Hilfe dieses Makros können
beliebige Punkte abgebildet werden. Durch das Bewegen des Elements ZE kann
jeder beliebige Wert für k eingestellt und angezeigt werden.
Alle so konstruierten Bildpunkte sind
an das Zugelement ZE gebunden.
Arbeitsblatt zur Erarbeitung der
Zentrischen Streckung
|
| Starte das Programm EUKLID und lade
die Datei Zentvers.geo. Die Punkte Z, P Q und R sind frei auf dem EUKLID
- Zeichenblatt zu bewegen. Das Dreieck P'R'Q' ist das Bild des Dreiecks
PRQ.
Durch Systematisches Probieren sollst
Du nun versuchen, die Vorschrift, nach der das Dreieck PRQ auf das P'R'Q'
abgebildet wird, herauszufinden.
 |
Wenn ich das Zugelement bewege ...
(Ortslinien aufzeichnen!)
______________________
______________________
______________________
______________________
______________________
Auffälligkeiten zum Punkt Z ...
______________________
______________________
______________________
|
 |
______________________
______________________
______________________
Ergänze die zwei Zeichnungen auf
diesem Arbeitsblatt durch gefundene Ortslinien.
Welcher Zusammenhang besteht zwischen
dem Wert in der Termwerte - Anzeige und der Lage des Dreiecks P'R'Q'?
______________________
______________________
Welche Werte würde wohl die Termwerte
- Anzeige für die zwei Bilder auf dem Blatt anzeigen?
|
Verwende die verschiedenen
Messinstrumente von EUKLID, um über Streckenlängen und Winkelmaße
Aussagen zu formulieren.
Zusammenfassung der Ergebnisse
a. Erarbeitung der Abbildungsvorschrift
- Urpunkt und Bildpunkt liegen auf einer Geraden,
die durch Z verläuft. Man bezeichnet Z als Streckungszentrum.
- Die Lage des Bildpunktes P' ist abhängig vom
Streckungsfaktor k (= Wert in der Termwert- Anzeige), nämlich
wenn k = 1 gilt: P = P'
wenn k = 0 gilt: Alle Punkte der Ebene werden auf Z abgebildet.
wenn 0 < k < 1 gilt: P'[PZ]
wenn k < 1 gilt: P' [ZP
wenn k < 0 gilt: P'[PZ
wenn k = - 1 gilt: Punktspiegelung an Z

- Aus 1., 2. und 3. kann die Abbildungsvorschrift
formuliert werden:
b. Eigenschaften der Zentrischen Streckung
- Vermutungen zur Parallelität können hier
aufgenommen werden.
- Vermutungen über den Zusammenhang der Flächeninhalte
von Urfigur und Bildfigur
- Fixelemente der Abbildung
Vermutungen über Winkeltreue und Verhältnistreue
können ihren Niederschlag finden.
|
|
© Andreas Meier, RS Vohenstrauß
|